Die Urkunde – das Ziel ist erreicht.

Nach einer mittelgroßen Wanderung über den Campus der FU Berlin in Dahlem, der Ablieferung von drei Exemplaren meiner Dissertation in Buchform an der Hochschulschriftenstelle der Universitätsbibliothek, und der Entgegennahme der Urkunde im Prüfungsbüro darf ich mich nun »Dr.« nennen… .-

Inwiefern dies Änderungen in meinem Leben bedeutet, wird sich finden… –

 

Dr. Ch. Ferch

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Die Disputation – es ist vollbracht.

Am Freitag, den 17. Juli war es so weit: Die Disputation zu meiner Dissertation »Elemente einer allgemeinen Kommunikationstheorie« stand an. Ich hatte einen halbstündigen Vortrag zu halten über die Ergebnisse meiner Forschungsarbeit, um anschließend Fragen der Kommission zu beantworten. Neben meinem Betreuer und Doktorvater waren ein Hermeneutiker aus der Philosophie, ein Neurowissenschaftler, ein Grammatiker und eine Dozentin für Deutsch als Fremdsprache anwesend. –

Nach der Disputation hatte ich eine Viertelstunde vor der Tür zu warten, da die Kommission in nichtöffentlicher Sitzung meine Endnote festzulegen hatte.Diese lautet nun »cum laude«, also ein »gut«. Ebenso erleichtert wie zufrieden nahm ich die Glückwünsche der Kommissionsmitglieder entgegen… –

Nun steht »nur noch« die Buchveröffentlichung aus, dann erst darf ich ein »Dr.« vor meinem Namen führen… –

 

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Mein erstes Semester – 25 Jahre Freie Universität Berlin

Es war im Sommersemester 1990, als ich mein Studium an der Freien Universität Berlin aufnahm. Fasziniert insbesondere von den Schriften von René Descartes (Meditationes de prima philosophia & Discours de la methode), welche dem Leser suggerieren, man könne, wenn man nur seinen Verstand einsetzte, sein Leben völlig neu beginnen oder zumindest auf eigenen Einsichten aufbauen, erfreute ich mich der neu gewonnen studentischen Freiheiten. Auch Paul Tillich’s Der Mut zum Sein sollte seine Spuren in meinem Denken hinterlassen. Hinzu gesellten sich mancherlei Gedanken des Feminismus, welche mir in meinem Hauptfach, Linguistik, vermittelt wurden. –

Im Wintersemester 1994/95 schließlich, nach einiger Zeit akademischer Abstinenz, kehrte ich – angehalten durch eine Prüfungsberatung – an die Freie Universität zurück, nicht ohne mich der unterstützenden Gesellschaft von Kommilitonen in einem studentischen Café zu bedienen. Hier konnte man sein Herz ausschütten, Hinweise zum Studium ergattern, neu ankommenden Studenten bei der Orientierung an der Uni behilflich sein, Zeitungen machen, oder einfach nur Kaffee trinken und Skat spielen. –

Im Mai 2000 schließlich réussierte ich in meiner letzten mündlichen Prüfung im geliebten Nebenfach Religionswissenschaft über den Identitätsbegriff bei Freud und Tillich mit einer sehr guten Note, welche ich mir – wie ich vermeine – mit einer guten Vorbereitung unter anderem durch ein 12 Seiten umfassendes Thesenpapier ebenso verdient wie erarbeitet hatte… –

Nun hieß es Abschied nehmen. Am 20 Juni 2000 erfolgte meine Exmatrikulation, welcher eine halbjährige Weiterbildung zur Callcenter-Führungskraft sowie eine fünfmonatige Beschäftigung in einem Callcenter folgte. Nicht über die Maßen unzufrieden, allerdings scheinbar unerwünscht im Arbeitsleben, strebte ich nun die Promotion an, zu welcher ich am 26.09.2001 die Zulassung vom Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften erhielt. Neu motiviert, machte ich mich an die Arbeit der Texterstellung meiner Dissertation… –

Heute, seit dem 1. April, bin ich wieder offiziell Mitglied der Freien Universität, als Promotionsstudent des Faches Linguistik im 1. Semester. Mich erinnernd an die Erfahrungsberichte und Orientierungshilfen der Studenten von 1990, »Mein erstes Semester«, warte ich auf Erst- und Zweitgutachten meiner fertiggestellten und eingereichten Dissertation, und schreibe weiter… –

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Ruhe?

Letzten Mittwoch habe ich meine Dissertation »Elemente einer allgemeinen Kommunikationstheorie« im Prüfungsbüro eingereicht. –

Nun sind noch die restlichen 5 Exemplare den Mitgliedern der Promotionskommission zu überreichen. Dann sollte für 10 Wochen – dies die Bearbeitungszeit laut Promotionsordnung – Ruhe sein… –

Doch neue Projekte fordern meine Aufmerksamkeit und mein Engagement: Eine kleine Zeitung ist zu gestalten, es sind Bilder zu malen, und es ist voranzuschreiten in der Lektüre, welche sich – nach intensiver Beschäftigung mit der Wissenschaft – mal wieder ein wenig freier gestalten darf: Persönliche Vorlieben sowie längst eingeschlagene Wege dürfen hier zum Zuge kommen… –

Zwei »Parteien«

Kurz vor Fertigstellung und Einreichung meiner Dissertation möchte ich mit einer klärenden Darstellung zweier unterschiedlicher Herangehensweisen an »Wissenschaft« aufwarten. Umgangs- und privatsprachlich spreche ich oftmals von den »zwei Parteien«… –

Da sind

1. Die Naturwissenschaften; sie intendieren Erkenntnisgewinn durch Beobachtung, Experiment und Logik; sie versuchen zu »erklären«.

2. Die Geisteswissenschaften; sie intendieren Erkenntnisgewinn durch reflektierendes Verstehen innerer Zusammenhänge; sie versuchen zu »verstehen«.

Zu 2. kann auch von dem vielbeschworenen »Bauchgefühl«, einer »emotionalen Intelligenz« oder auch »Intuition« die Rede sein. –  Von meiner Seite hier noch ein Aphorismus zum Thema Vermischung der Wissenschaftstypen:

  1. Wenn die Schwer-Kopferten Mathematiker ihre Logik auf Gebiete wie Psychologie und Soziologie auszudehnen versuchen, ist das Chaos perfekt.               (13.05.08)

»Man sieht nur mit dem Herzen gut.« Antoine de Saint-Exupéry.

Ich habe fertig!

Κристиан Φерх CF von Ben

Κристиан Φерх

Versuch einer Vereinsgründung / Neujahrsgruß

Erst einmal allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2015!

An diesem Ort sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass das chinesische Neujahr erst am 19. Februar gefeiert werden kann. Im Unterschied zu dem in unserem Lande gültigen Kalender richtet sich der chinesische Kalender nach dem Stand des Mondes. Das Neujahrsfest findet erst am zweiten Neumond 2015 statt, eben am 19.02.15. Dann endet das Jahr des Pferdes, und es beginnt das Jahr der Ziege… –

Zu berichten gilt es an diesem Ort über den Versuch einer Vereinsgründung, welche mir – nach der bedauernswerten Auflösung des TFCWED – einmal mehr am Herzen lag. –

Die Entstehungsgeschichte un der Verlauf des Vereins zur Förderung menschenwürdiger Ideologie- und Gesellschaftskritik (WIGK) ist nachzulesen unter http://wigk.blogspot.de/.

Noch einmal ein »Prosit Neujahr«!

Sokrates oder der Tod des Philosophen II

Sokrates, Xanthippe.
»…dieser glaubt doch, etwas zu wissen, was er nicht weiß, ich aber, der ich nichts weiß, glaube auch nicht zu wissen. Ich scheine doch wenigstens um ein Kleines weiser zu sein als dieser, weil ich, was ich nicht weiß, auch nicht zu wissen glaube…«

Als er seinen Schierlingsbecher.austrinkt, spricht er zu seinen Schülern:

»Doch jetzt ist’s Zeit, fortzugehen: für mich, um zu sterben, für euch, um zu leben. Wer von uns dem besseren Los entgegengeht, ist uns allen unbekannt – das weiß nur Gott.«        (Platon, Apologie des Sokrates)

Noten zur Musik

Nachdem meine Ohren sich über eine längere, einsame, nahezu depressiv zu nennende Zeit an Musikrichtungen wie vornehmlich dem Jazz festgebissen hatten, trat ein Ereignis in mein Leben, welches diese Fesseln sprengen sollte: Mein PC versagte, und mit ihm meine Möglichkeit, aus meiner reichen digitalen »Plattensammlung« je nach Laune mit iner bestimmten Musik eine vortreffliche Stimmung herbeizuzaubern. Diese lähmende Bequemlichkeit sollte nun ein Ende haben. Zurückgeworfen auf alte Medien wie MC, CD und Plattenspieler einerseits, herausgefordert zum Gebrauch für mich neuer Medien wie Smartphone, auf das ein ausgewählter Teil der Medienbibliothek meines PC’s zu übertragen war, andererseits, begab ich mich auf die Suche nach meinen neuen Noten zur Musik. –                                                                                                      (30.07.14) Diese neuen Noten waren und sind allerdings wenn auch alte, aber immerhin mit so einger rezeptiver Erfahrung gut bezahlte  Noten. Al Jarreau, Level 42, The Police, Saga live (in transit), Pink Floyd, Led Zeppelin, Stanley Clarke, um nur einige der Konserven zu nennen, welche ich zu goutieren beliebte. – Ein weiteres Ereignis vermochte meinen musikalischen Weg erneuernd zu beeinflussen: Auf dem Weg nach Schleswig – Holstein machte ich Zwischenstation bei einem Guitarrenlehrer in Lübeck. Das in die Nacht reichende abendliche Gespräch drehte sich selbstverständlich vornehmlich um Musik: In Theorie und Praxis, dem Goutieren von Konserven sowie dem eigenen Musizieren tauschte man sich aus, nicht ohne den je eigenen Geschmack in den Austausch einfließen zu lassen. Derart angeregt, ja nahezu begeistert, kam der Guitarrenlehrer dahin, mir ein sehr wertvolles Abschiedsgeschenk zu machen. Es handelt sich um eine schwarze akustische Konzertguitarre, welche meine Wege zu weiteren bzw. wiederbelebten musikalischen Genüssen ebnen und begleiten sollte. –

Derart musikalisch angeregt, fasste ich den Entschluss, meinen längst zu den Akten gelegt geglaubten Bassverstärker samt Box in meine Wahlheimat Berlin-Lichterfelde zu überführen, um den bis dahin vernachlässigten Künsten zu fröhnen und ihnen einen adäquaten Platz in meinem hiesigen Leben einzuräumen.

Hinzugetreten ist mittlerweiloe die Anschaffung eines elektischen Klaviers, welches ich in einem kleinen Musikgeschäft entdeckte: Zunächst etwas skeptisch bezüglich der elektronischen Tonerzeugung, überzeugte mich das Piano beim Probespielen mit seinem ziemlich authentischen Klavierklang ebenso wie mit seinem – einem echten Klavier sehr nahe kommenden – handling. So entschloss ich mich für die Anschaffung des Instruments, welche mich bis heute nicht reut.

Es bleibt und obliegt mir, dankbar zu sein für die Ausbildung meiner musikalischen Talente während Schul- und Jugenbandzeit, und der Welt mein Bestes davon zurückzugeben.

(Berlin-Lichterfelde, Ende September 2014)

Verhältnis zur Musik

Mein Verhältnis zur Musik – welches sehr intensiv ist – ist im Folgenden zu beschreiben.
Begonnen hat alles im zarten Jugendalter, als meine Mutter beschloss, mich zur Musikschule zu schicken. Sie nahm mich vorsichtig ins Gebet und fragte, welches Instrument ich denn spielen wolle. Ich sagte: »Gitarre natürlich!« – Das war scheinbar nicht ganz nach ihrem Geschmack, und so überredete sie mich mehr oder weniger sanft, doch Klavier zu lernen. Infolgedessen besuchte ich jahrelang – mit mal mehr, mal weniger Gefallen und Freude – die Musikschule, um die Tastenkunst zu erlernen. –
Diese teilweise Quälerei konnte mir allerdings in späteren Jahren zu genüsslichen Einblicken in die große Welt der Musik verhelfen. Auch der Musikunterricht auf dem Gymnasium trug mit Kadenzlehre und anderem das Seine zu meinem Eindringen in die schöne Kunst der Musik bei. Noch in der Abiturprüfung in diesem Fach konnte ich von der erlernten Tastenkunst profitieren: Ich spielte – mit sehr viel Lampenfieber – den Prüfern drei Tänze von Schubert auswendig vor, und kam so gerade mal ungeschoren durch die Prüfung. Mein Musiklehrer vermochte es außerdem, mich für verschiedenste Musikrichtungen zu begeistern: Beim Erzählen vom Swing leuchteten seine Augen ebenso wie bei dem Referieren der verschiedensten klassischen Richtungen, darunter der »Emanzipation der Dissonanz« und der »Sinfonie Classique« von Sergey Prokofiev, von der sich selbstverständlich eine Konserve mittlerweile in meinem Besitz befindet. –
Etwa in der zehnten Klasse trugen zwei Mitschüler, die sich E-Gitarren gekauft hatten, die Idee an mich heran, als Bassist mit ihnen eine Band zu gründen. Nach kurzem Überlegen willigte ich ein, und das Taschengeld wurde für einen E-Bass und Verstärker ausgegeben. So gründeten wir nach einigem Suchen nach einem Schlagzeuger eine Band, probten fleißig zwei mal die Woche, und hatten später so einige Auftritte in diversen Jugendheimen sowie auf der jährlichen »Jugend-Musik-Szene« in einem kleinen Theater meiner Heimatstadt. Ein weiterer Höhepunkt bestand in der Aufnahme in einem hamburger Tonstudio, wo wir – finanziert aus den Einnahmen unserer Auftritte – drei Songs einspielten. Hierbei erlernte ich das Bassspielen hauptsächlich autodidaktisch, begann mit Rockrythmen, um dann später immer mehr den Funk-Bass von Mark King nachzuahmen, der lange Zeit mein großes Vorbild geblieben ist. Dies, mein Gesang der zweiten Stimme (chorus) und einige Eigenkompositionen waren mein Beitrag zu unserer Jugendband. –
Ein  weiterer Höhepunkt bestand in der Einspielung einer Eigenkomposition, bei der ich alle Instrumente selbst spielte: Schlagzeug, Keybord, Bass, Rhytmus- und Sologitarre. Zustande kam diese Aufnahme in einem Übungsraum in Schleswig-Holstein mit Hilfe meiner damaligen Freundin, die geduldig die Aufnahmetaste des Tapedecks drückte, wenn ich daran ging, das nächste Instrument einzuspielen. Die Technik war zwar steinzeitlich, reichte jedoch für dieses Experiment gerade aus. Nach Jahren musikalischer Abstinenz habe ich die Aufnahme wieder hervorgekramt… –
Weiter habe ich gute Erinnerungen an die Stunden mit einem Freund, der mich immer einmal zum Musikhören einlund: Er bewohnte eine kleine Wohnung mit Küche im Dachgeschoß des Reihenhauses, in dem seine Eltern wohnten. Wir tranken Sherry, und er führte mich in die Welt des Jazzrock ein: Hauptsächlich Stanley Clarke, aber auch die epischen Stücke von Led Zeppelin goutierten wir bei unseren drinks, nicht ohne dass er ein wenig über die gehörte Musik dozierte. Er war eben ein Liebhaber, und so konnte ich so Einiges von ihm lernen, meinen musikalischen Horizont erweitern. –
Heutiger Tage habe ich das aktive Musizieren aufgegeben, es war – wie beim Sport – der Zenit überschritten, dieses Hobby eben »ausgereizt«. Geblieben ist eine starke Affinität zur Musik, der ich mit meiner nicht kleinen Musikbibliothek immer wieder gerne fröhne: Sehr viel und gerne Jazz, Funk, aber auch Rock und Klassik, hier vor allem die Brandenburgischen Konzerte und Goldbergvariationen (gespielt von Glenn Gould) von Bach und Klaviersonaten von Mozart, die Klavierkonzerte von Tschaikowsij und – natürlich – die »klassische« Sinfonie von Prokofiev.
So kann ich denn heute fast sagen: »Music was my first love, and it’ll be my last… – « – 😉

(geschrieben am 10. Dezember 2013)

Bericht TFCWED – Treffen

Nun hat es also doch noch geklappt: Nach ein wenig auf die Füße treten eines Gründungsmitglieds konnten wir – nach geraumer Zeit – endlich wieder einmal ein Treffen veranstalten. –

Wir, das waren in diesm Falle mine Wenigkeit, der jüngere der weiteren Gründungsmitglieder, und eine Frau, der ich die Mitgliedschaft angeboten, ja, ihr gar am 03.05. diesen Jahres eine Urkunde ausgstellt hatte. –

Nach dem Treffen, das ob so einger Flirtereien ein wenig wild verlief – inhaltliche »Arbeit« kurz, der private Austausch nahm einen längeren Zeitraum in Anspruch – äußerte die junge Frau, sie hätte ja doch nichts unterschrieben… –

Immerhin konnte besagte junge Frau ihren Beitrag zu den Ideen des Buddhismus leisten, indem sie die Frage in den Raum stellte, ob man von Gburt an – wie es in anderen Religionen, beispielsweise dem Islam, üblich ist, von Geburt an Buddhist sei, und woran man das erkenne. – Das ältere Mitglied entgegnete, die reine Buddhanatur sei von vornherein, also von Gburt an, da, sie werde nur zerstört durch die Verblendungen, welche einem Menschen durch Integration in die Gesllschaft ereilten. Demnach wären also die drei Geistesgifte Anhaftung, Abneigung und Unwissenheit erst durch unsere westliche Gesellschaft erlernt, wenn nicht gar durch den Kapitalismus erst erzwungen… –