Zeichen der Zeit: Über Neoliberalismus und positivistischen Zeitgeist

Unsere Zeichen der Zeit stellen sich scheinbar nach den finsteren Visionen von Autoren wie George Orwell (1984) sowie den grundlegenden Gedanken des Films »Fahrenheit 451«: Alles und jeder wird überwacht und kontrolliert, und wer dabei modern bleiben möchte, lebt eben ausschließlich im »Hier und Jetzt«, leugnet damit seine persönliche Geschichte ebenso wie seine Identität und Persönlichkeit.

Diese lösen sich heutzutage auf in entweder Funktionalität im Dienste des Kapitalismus, oder eben pathologisierende Diagnosen wie Narzissmus oder Borderline. –

Charakter und Persönlichkeit scheinen unerwünscht, und gehören daher ebenso eliminiert, wie das romantische Motiv der Rückbesinnung, ganz zu schweigen von Liebe, Sehnsucht, dunklen Geheimnissen oder gar Träumen und Schwärmerei. –

Der postmoderne Neoliberalismus erscheint als von Menschen erfundene Unmenschlichkeit: Alles ist erlaubt und der scheinbar Stärkere gewinnt, jedenfalls in der vom Gelde bestimmten schönen neuen Welt.

Dank an Herrn Johannes Kutz für Inspiration und Unterstützung!

© Dr. Christian Ferch; 30.06.16

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