Noch besser… –

Morgenlicht

Vor mir das Tal.

Ohne Lilien.

Drüben die Bank.

Nietzsche wird rot, denn er schämt sich.

Insgeheim.

Links schweigt Otto.

Kein Kahn kann

Die Stille stören,

Oder das Gras.

Glocken läuten, kurz.

Ein Moment für immer.

 

CF, 30. Mai 2020

Theorie der Geschlechter auf der Basis bekannter Chromosomenkonstitution

Als Beitrag zu gender-studies möchte ich nun und hier meine Anfang der 90’er Jahre erstmals angestellten Überlegungen veröffentlichen.

Eine Frau bzw. ein weibliches Wesen trägt den Chromosomensatz

XX“ in ihren Genen.

Dieser kann als Hang oder gar Fesselung an vitales Leben, Körper, eben biologische Gegebenheiten interpretiert und gesehen werden.

Ein Mann bzw. ein männliches Wesen trägt den Chromosomensatz

XY“ in seinen Genen.

Von FeministInnen angefeindet, erscheint uns das „Y“ – Chromosom als ein ‚leeres‚ Chromosom.

Es ist sozusagen tot, aber leer.

Während die „Leerheit“ im Buddhismus als ein erstrebenswerter Zustand angesehen wird, darf ich bemerken, dass in die Leerheit eines Y – Chromosoms noch etwas hineinpasst: Fremde Menschen, Eigenschaften, Denkweisen. Das Y – Chromosom ist dafür frei und offen:

Theorie, Empathie, Philosophie, Charakter und Gewissen. –

Ein Mann kann eine Frau ‚verstehen‘, da – in seinem Chromosomensatz – ein ‚X‘ vorhanden ist.

Kann eine Frau einen Mann verstehen?

Wie soll sie ein Solches anstellen?

Sie hat kein‘ Y‘ in ihrem Chromosomensatz.

Das ist Alles.

Herrn Dipl. Ing. Andreas Ganzer zugeeignet.

© Dr. Christian Ferch, 2020

Ergänzug zum „Liebestanz“ (1995 – 1998)

Während seines Studiums kaufte Christoph des Öfteren bei Aldi ein. Hier waren Haferflocken, Sultaninen und Mandeln zu erstehen. Zu Hause auf 15 qm, mischte er sein Kraftfutter. Hyper oder Premium war das nicht. Aber sehr nahrhaft. Immerhin hatte er ungefähr fünf Kilometer mit dem Fahrrad zu seiner Lehrstätte zurückzulegen. Bei Regen schwang er sich in seinen Trenchcoat, setzte seinen Hut auf. Seine ‚Botten‘ hielten dem Regen stand… –
Einmal im Winter lag Schnee. Festhalten! Nicht ausrutschen! Christoph sollte seinen Pflichtschein im Nebefach Philosophie ergattern. Rote Daunenjacke aus Zeiten des Skilaufens sowie eine olivfarbene lange Unterhose aus Bundeswehrzeiten schützten vor Kälte..
Pauken, pauken pauken!
Lohn der Quälerei: Ein „sehr gut“ in der Abschlussklausur.“   (CF, 31. Mai 2020)
Nun ist der Müsli-man ein Punk.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Dr. Christian Ferch,
31. Mai 2020

Prof. Dr. Helmut Richter – mein Doktorvater

Guten Tag.

Ein Wikipedia-Artikel ist im Entstehen. Neue Recherchen zur Person Helmut Richters aus längst in meinem Besitz befindlichen Büchern, sowie ein persönliches brainstorming habe mich dazu bewogen, einen Artikel über Helmut Richter auf Wikipedia zu verfassen. Hier der aktuelle Stand:

 

Prof. Dr. Helmut Richter (10.02.1935 – 13.01.2012),

Geboren am 10.02.1935 in Bernburg/Anhalt, studierte er von 1953-1958 Psychologie und Sprachpsychologie an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin. In der Thematik seiner experimentellen Diplomarbeit über »Die Rolle der sensumotorischen Koordination beim Sprechen (Untersuchungen zum LEE-Effekt)« war die Richtung der Ausweitung seiner Interessen über den Bereich der Psychologie hinaus schon angelegt.

1959 ging Helmut Richter mit seiner Frau (er hatte am 6.11.1958 Brigitte Meienreis aus Falkensee bei Berlin geheiratet) nach Münster, wo er Mitarbeiter Eberhard Zwirners (1899-1984) wurde, zunächst nis 1963 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Spracharchiv. Dann von 1963 bis 1965 als Verwalter einer Assistentenstelle am Institut für Phonometrie (dem späteren Institut für Phonetik) an der Universität Münster und von 1965 bis 1968 als Verwalter einer Assistentenstelle für Phonetik an der Universität Köln. Die Schwerpunkte seiner Arbeit dort lagen (neben der Weiterverfolgung psycholinguistischer Fragestellungen) vor allem auf den Gebieten quantitativ-phonetischer Untersuchungen mit sprachgeographischer und -historischer Orientierung, der Transkriptionstheorie und -praxis sowie der Vorbereitung einer automatischen Verarbeitung linguistisch relevanter Daten aus Corpora gesprochener Sprache.

Monographien

Richter, Helmut: Grundsätze und System der Trankskription – IPA(G). Tübingen: Niemeyer 1973. (Phonai. Deutscher Reihe. Bd. 3)

Richter, Helmut / Weidmann, Fred: Semantisch bedingte Kommunikationskonflikte bei Gleichsprachigen. Mit einem Vorwort von Gerold Ungeheuer. 2. durtchgesehene Auflage mit 25 Figuren und 4 Tabellen. Hamburg: Buske 1975. (IPK-Forschungsberichte. Bd. 17).

Aufsätze (eine Auswahl)

Richter, Helmut: Tradierung von Lautsystemen oder Vererbung? In: Phonetica 8:13 (1962) S. 73-92

Zwirner, Eberhard / Richter, Helmut (Hrsg.): Gesprochene Sprache. Probleme ihrer strukturalistischen Untersuchung. Dokumentation des 1. bis 5. Rothenburger Kollouiums. Wiesbaden: Steiner 1966. Darin: Anleitung zur auditiven-phänomenalen Beurteilung der suprasegmentalen Eigenschaften sprachlicher Äußerungen.

Richter, Helmut: Zur Intonation der Bejahung und Verneinung im Hochdeutschen. Ein Anwendungsbeispiel der statistischen Faktorenanalyse. In: Moser, Hugo (Hrsg.): Satz und Wort im heutigen Deutsch. Probleme und Ergebnisse neuerer Forschung. Düsseldorf: Schwann 1967, S. 329-362. (Sprache der Gegenwart, Bd. 1; Jahrbuch / [Institut für deutsche Sprache] 1965/1966).

Richter, Helmut: Intersubjektive Übereinstimmung von Intonationsbeurteilungen. In: Proceedings of the SixthInternational Congress of Phonetik Sciences Prague 1967. Prag: Academia Publishing House of the Czecheslovak Academy of Sciences 1970. S. 759-761.

Richter, Helmut / Schweitzer, Harro: Raumrepräsentationen und raumbezogene Sprachproduktion am Beispiel arbeitsteiligen Suchens. – ein psycholinguistisches Forschungsprogramm. In: Linguistische Berichte 89 (1984) S. 43-60.

Richter, Helmut: Regelmißbrauch und Regelexplikation in einem Platonischen Dialog. In: Flader, Dieter (Hrsg.): Verbale Interaktion. Studien zur Empirie und Methodologie der Pragmatik. Stuttgart: Metzler 1991. S. 92-123.

Richter, Helmut: Der Deduktionshintergrund der »Botschaft«: Situationstheorie und Welttheorie. In: Krallmann, Dieter / Schmitz, H. Walter (Hrsg.): Perpsektiven einer Kommunikationswissenschaft. Internationales Gerold Ungeheuer – Symposium, Essen 6.-87.1995 Band I. Münster: Nodus 1998, S. 285-313. (Signifikation. Beiträge zur Kommunikationswissenschaft. Bd. I).

(Quelle: „Botschaften verstehen.. Kommunikationstheorie und Zeichenpraxis“. Festschrift für Helmut Richter. Herausgegeben von Ernest W.B. Hess-Lüttich und H. Walter Schmitz)

Helmut Richter, geb. 1935, Dipl. Psychologe 1958 (Humbold-Universität Berlin); von 1959-1968 wissenschaftlich tätig an den Universitäten Münster und Köln (bei Eberhard Zwirner), von 1968-1977 in der Kommunikatioisforschung an der Universität Bonn (bei Gerold Ungeheuer); Dr. phil. 1976 (Phonetik, Kommunikationsforschung Psychologie, Universität Saarbrücken); seit 1977 ist Richter Professor für Linguistik an der FU Berlin. Neuere Forschungsschwerpunkte: Deixis, Aspekt, Sprachtypologie.

Veröffentlichungen u.a.: Monographie: Grundsätze und System der Transkription – IPA(G), Tübingen 1973; Herausgaben: Gesprochene Sprache(zus. mit Eberhard Zwirner), Wiesbaden 1966; Theorie und Empirie der Sprachforschung (zus. mit H. Pilch), Basel usw. 1970. Zahlreiche Aufsätze zu Themen der Dialogforschung

(Quelle: „Verbale Interaktion. Studien zur Empirie und Methodologie der Pragmatik. Herausgegeben von Dieter Flader“ J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag Gmbh in Stuttgart: 1991)

Helmut Richter, von Hause aus Diplompsychologe, führte ihn seine wissenschaftliche Neugier in die Linguistik, auch als Sprachwissenschaft bekannt. An der Freien Universität Berlin lehrte er unter Anderem Kommunikationsforschung und Kommunikationstheorie. Gemäß dem Titel seines IPK-Forschungsberichts „Semantisch bedingte Kommunikationskonflikte bei Gleichsprachigen“ zusammen mit Fred Weidmann (Helmut Buske Verlag Hamburg, 1975) war es sin Anliegen, uinter der Oberfläche von Alltagskommunikationen diejenigen Parameter ausfindig zu machen, welche eben konfliktär sich gestalten können. Hierzu zog er zunächst für ein Proseminar im Wintersemester 1995/96 (Grundstudium) diverse Schriften von Wissenschaftlern zu Rate, welche sich im weiteren Sinn des Phänomens „Kommunikation“ annahmen. Zu nennen sind vornehmlich die Soziologen Niklas Luhmann und Jürgen Habermas, dann Austin/Searle, Konrad Ehlich und Jürgen Rehbein, Klaus Scherer, Paul Watzlawick und schließlich Gerold Ungeheuer.

Diese Texte wurden im Proseminar mit dem Motto „Die Beherrschung einer Sprache garantiert nicht den Kommunikationserfolg“ in 16 Sitzungen besprochen.

Die Thematik Kommunikationstheorien (der Plural ist absichtlich gewählt) wiederholend und vertiefend, bot er am germanistischen Seminar der Freien Universität Berlin im Sommersemester 1999 einen

Grundkurs – C an.

Neben obiger Thematik forschte er auf dem Gebiet sprachlicher Intonation, woraus sich eine sehr interessante von ihm betreute Dissertation „Beziehungskonstituierende Wirkungen des Sprechausdrucks“ (Franziska Zilliken) ergab. In der Arbeit wird dargelegt, inwiefern Intonation eine nicht unwesentliche Rolle bei der Aushandlung diverser Beziehungsprototypen wie Überordnung / Unterordnung, Nähe / Distanz und Sympathie /Asympathie spielen. Lautstärke, Lauttonhöhe und Lauttondauer können hier untersucht werden.

Einen weiteren Schwerpunkt seiner Forschung und Lehre setzte Helmut Richter mit der Untersuchung der Korrelation von Sprache und Raum. Einschlägiges Beispiel aus der Praxis von Kommunikation sind hier Wegbeschreibungen: Währen der Eine sich besipielsweise an einer Kompassnadel orientiert, sucht vielleicht die Andere Orientierung an Hauptstraßen, Bäckereien opder Kindergärten. So wird plausibel, dass jedes menschliche Individuum „eine andere Landkarte“ im Kopf haben kann. So kommt es, dass zwei Kommunikanden sich trotz gleicher Sprache missverstehen:

  • Die Beherrschung einer Sprache

    garantiert nicht den Kommunikationserfolg –

Seine Hauptseminare „Intonation“ und „Sprache und Raum“, vorgesehen für das Hautstudium im Magister- oder Lehramtsstudiengang, bot er an der Freien Universität Berlin an.

© Dr. Christian Ferch, im Mai 2020.

Neue Gemälde

Guten Tag, vielleicht auch guten Morgen.

 

An diesem Ort möchte ich Ihnen ein Ergebnis meiner Arbeiten der letzten Wochen vorstellen:

 

Digital Camera

Digital Camera

Digital Camera

Digital Camera

 

Es handelt sich – wie unschwer zu erraten – um das Thema „Heimat“.

Das Heizkraftwerk Lchterfelde, zu Zeiten seiner Erbauung das umweltfreundlichste der Republik, hatte ich schon 2003 auf einer Rigippsplatte festgehalten. Dachte, dies sei für die Ewigkeit. Das Bild ist verschollen. –

2003

2003

Leider.

 

Das ist alles.

Jürgen Habermas: ‚Protestbewegung und Hochschulreform‘

„[…] Inzwischen haben sich aber aktionistische Gruppen gebildet, die sich von der Protestbewegung isolieren. Sie haben die Ebene, auf der, bei allem Scheinrevolutionarismus, über grundsätzliche Intentionen eine Übereinstimmung zu bestehen schien, verlassen. Sie sind nicht länger willens, sich an den Rationalitätsanspruch von Diskussionen zu binden.“

(Aus der Einleitung).

Weiter spricht Habermas, der den Protest grundsätzlich unterstützte, von einem „vorsätzlichen Irrationalismus“.

Aus Prinzip gegen etwas, eine Person oder gar Autorität sein, dies erinnert an das aufklärerische Selbstmissverständnis, ohne Autoritäten und Vorurteile auskommen zu wollen. – Eben dies ist das Vorurteil der (ach so) aufgeklärten Revolutionäre.

(s. auch: „Elemente einer allgemeinen Kommunikationstheorie“, Dissertation, S. 226f).